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2. maj 2013

Anthology presentation 'Import-Export-Transport' - May 23rd, Vienna


Cordially invited to the presentation of anthology


IMPORT – EXPORT – TRANSPORT: 
Queer Theory, Queer Critique and Activism in Motion


edited by Sushila Mesquita, Maria Katharina Wiedlack and Katrin Lasthofer.

Together with Vendula Esteban Wiesnerová (Bratislava), Tea Hvala (Ljubljana) and Marty Huber (Vienna), we want to pick up some core topics of the anthology. The themes, among others, are the entanglements of queer activism, theory and research, the challenges of translation, as well as strategies within current LGBTiQ politics.


Thursday, May 23 2013 at 6.30 p.m, Pfeilgasse 33, 1080 Vienna ("Schenke" /Basement)
[Please note: The "Schenke" is not fully wheelchair accessible. Please contact us for further information.]   

http://gender.univie.ac.at/publikationen
http://www.zaglossus.eu/ImportExportTransport.htm

About the Volume
Twenty years after the emergence of “queer” as a political concept, the contributions to this anthology discuss the radical potential of queer theory and activism within different spatial, cultural, and socio-political contexts. Both the term “queer” as well as initial concepts of queer critique are not only closely connected to the English language but also to the Anglo-American socio-political context. Nevertheless, queer has traveled a lot since its emergence in the 1990s. Therefore, this collection explores how and for what purposes the term “queer” is and has been appropriated within different settings and locations, such as academia, activism, and popular culture. The volume opens up a space for trans-regional, intersectional, trans-disciplinary, and genre-transgressing exchanges about queer theory, queer critique, and queer activism.

The anthology is a collection of interdisciplinary articles, essays, and artwork by: Bini Adamczak and Mike Laufenberg; Sanja Milutinović Bojanić; Petra Sußner; Erzsébet Barát; Ivana Pražić; Robert Kulpa, Joanna Mizielińska, and Agata Stasińska; Cornelia Möser; Vendula (Esteban) Wiesnerová; Tea Hvala; Sanja Kajinić; Hongwei Bao; Nicole Alecu de Flers; Leopold Lippert; Kateřina Kolářová; Jack Halberstam; Hanna Hacker; Johanna Schaffer (with/out Vlatka Frketić); Marty Huber; Persson Perry Baumgartinger; Anthony Clair Wagner.

“IMPORT – EXPORT – TRANSPORT: Queer Theory, Queer Critique and Activism in Motion” is the first volume of the series “challenge GENDER: Contemporary challenges of_within Gender Theory” edited by the Gender Research Office at the University of Vienna. This new series presents contemporary theories, discourses, and research within the field of transdisciplinary Gender Studies, including Feminist Epistemology, Queer Theory, Postcolonial Studies, Feminist Science Studies, Gender & Science Technology Studies. Central to the series are critical approaches to gender relations and other power structures in the context of globalization. Moreover, “challenge GENDER” presents analytical works that reflect changes over time, and attempt to think sex, gender, and sexuality in new ways.

26. sep. 2011

Ljubljana's feminist and LGBTI initiatives in 'Jungle World'

The 38th issue of Berlin-based weekly Jungle World focused on Slovenia. Nicole Tomasek wrote about feminist and LGBTI initiatives in Ljubljana in an article entitled Von rot nach pinklila (in German). 


Von rot nach pinklila

Die slowenische Gesellschaft ist seit der Unabhängigkeit des Landes konservativer geworden. Feminismus ist verpönt, die Homophobie nimmt zu. Dagegen kämpfen die feministische und LGBTI-Community.


von Nicole Tomasek


Ein wildes Mädchen und deutsche Terroristinnen waren die Vorbilder. Seit dem Jahr 2 000 organisieren feministische Aktivistinnen in Ljubljana das international bekannte queerfeministische Festival »Rdeče Zore« (Rote Zora). Angesichts der gesellschaftlichen Umstände in Slowenien ist der Name durchaus provokant. Dabei geht es nicht so sehr um die Rote Zora, die Heldin des antifaschistischen Jugendbuchs »Die rote Zora und ihre Bande« von Kurt Kläber, der unter dem Pseudonym Kurt Held veröffentlichte, und auch nicht um die gleichnamige anarchafeministische Stadtguerilla aus den Siebzigern in der Bundesrepublik – die Organisatorinnen beziehen sich nur positiv auf die weibliche Bandenbildung und den Kampf um Rechte, lehnen Gewalt jedoch grundsätzlich ab. Für Aufsehen sorgt vielmehr der Zusatz »queerfeministisch« selbst.

Im generellen gesellschaftlichen Backlash werde »Feministin« von vielen als abwertender Begriff verwendet oder mit »Männerhasserin« gleichgesetzt, sagt Tea Hvala. Die 31jährige Slowenin ist seit 14 Jahren in der feministischen und LGBTI-Szene aktiv und beteiligte sich unter anderem an der Organisation des Rdeče Zore-Festivals. »Ich denke, ›feministisch‹ ist ein viel provokanterer Begriff als ›queer‹«, beschreibt Hvala die derzeitige Lage in Slowenien.

Viele Rechte, die Feministinnen im Laufe von Jahrzehnten erkämpft hatten und die bereits als selbstverständlich galten, würden nun wieder in Frage gestellt. Hvala erwähnt eine Studie der slowenischen Geisteswissenschaftlerin Lilijana Bur­car, die rechtliche Errungenschaften in Ländern des ehemaligen Ostblocks mit denen in Westeuropa vergleicht. Burcar kommt zu dem Schluss, dass Frauen im Sozialismus im Durchschnitt besser dastanden als ihre Geschlechtsgenossinnen im Westen, zum Beispiel was bezahlten Mutterschaftsurlaub, das Recht auf Abtreibung oder die Kinderbetreuung anging. Vereinzelte Errungenschaften wurden jedoch zurückgenommen.

In den vergangenen Jahren stand das Recht auf Abtreibung in Slowenien bereits mehrmals zur Debatte, wurde jedoch noch nicht eingeschränkt oder abgeschafft. In letzter Zeit wurde die Neuregelung des Familiengesetzes, bei dem es unter anderem um die Rechte gleichgeschlechtlicher Partnerschaften geht, im Parlament heiß debattiert. Dabei sei auf sexistisches und homophobes Vokabular zurückgegriffen worden, das »vorher durch 20 Jahre Aktivismus eigentlich abgeschafft schien«, sagt Hvala. Insbesondere katholische Gruppen verteidigen das konservative Familien-ideal und rufen zu Protesten gegen »Kindesmissbrauch« und »Perversion« auf, die sie Familien mit gleichgeschlechtlichen Partnern anlasten.

Die katholische Kirche setzte sich maßgeblich für die reaktionäre gesellschaftliche Wende ein. Mindestens 60 Prozent der slowenischen Bevölkerung sind römisch-katholisch, aber nicht alle Katholiken sind fundamentalistisch. Sexismus und Homophobie nahmen in der unsicheren Übergangsphase nach dem Ende des Sozialismus allgemein zu.

Ein konservativer Wandel ist natürlich nicht nur im ehemaligen Ostblock zu verzeichnen. Und selbst im Sozialismus war nicht alles lila. Trotz fortschrittlicher Gesetzgebung unterlagen die Frauen einer dreifachen Belastung: Sie sollten sich im Beruf beweisen, sich um Haushalt und Kinder kümmern und sich noch dazu im Sinne der Parteiführung politisch engagieren. Es galt die Doktrin, dass mit dem Ende des Klassengegensatzes automatisch die Frauen befreit seien. Sie wurde erst in den Siebzigern von autonomen feministischen Gruppen in Frage gestellt.

In den Achtzigern entwickelte sich in Slowenien eine große soziale Bewegung aus Pazifisten, Künstlern, Punks, Feministinnen und anderen, die später auch zu den Besetzerinnen und Besetzern des autonomen Zentrums Metelkova (siehe Seite 5) gehörten. Die staatliche Repression beschränkte sich meist auf die Kontrolle »oppositioneller« Tätigkeiten, Verhaftungen waren selten. Die relativ progressive Jugendorganisation der Kommunistischen Partei wirkte zudem als Puffer zwischen den sozialen Bewegungen und der dogmatischen Parteiführung. Mitte der Achtziger entstand auch die slowenische Lesben- und Schwulenbewegung. Die Radikalität der sozialen Bewegungen ging jedoch nach der Unabhängigkeit Sloweniens größtenteils verloren, als viele Gruppen in NGO aufgingen. Die Angst vor dem Krieg und die Eskalation der Gewalt hinterließen auch in dem nicht direkt von Kriegshandlungen betroffenen Slowenien Spuren. Radikale Forderungen wurden etwa zugunsten von Flüchtlingsarbeit zurückgestellt.

»Das hinterließ für zehn Jahre einen leeren Raum«, beklagt Hvala das Fehlen radikaler Praxis. Dieser Raum wird erst langsam wieder gefüllt. Eine feministische Szene gebe es heute kaum. Auch in der LGBTI-Szene verabschiedete sich eine Generation mehr oder weniger vom öffentlichen Aktivismus. Viele ehemals Engagierte landeten im NGO-Sektor oder an den Universitäten. Dort toben sie sich in den Gender und Queer Studies aus. Eine Verbindung von radikaler Theorie und Praxis werde durch die fehlende »Präsenz auf der Straße« erschwert, urteilt Hvala. Der affirmative Gebrauch des Wortes »queer« beim Rdeče Zore-Festival sei ein Versuch, den Begriff wieder zu radikalisieren.

Mit dem Begriff »queer« haben in Slowenien jedoch einige Probleme. Die wenigsten bezeichnen sich so, er wird meist als unpolitisch abgelehnt. Es seien vor allem junge Lesben und Schwule, die noch nicht ihr Coming-out hatten, oder Heterosexuelle, die sich der Szene verbunden fühlten, die für sich eine »queere« Identität beanspruchten, fand Hvala in ihrer Forschung zum Thema heraus. Der Begriff wurde erst in den Neunzigern, zusammen mit den darum bereits geführten Diskussionen, aus den USA importiert. Von der ursprünglichen Radikalität ist wenig angekommen. Viele kritisieren vor allem eine Haltung, die der Parole »Alles ist möglich« entspricht und die gut zu flexibilisierten Arbeitsverhältnissen passe und eher eine Unsichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Transpersonen und anderen erzeuge, als neue Möglichkeiten zu eröffnen. Einen konservativen Wandel auch innerhalb der Szene beschreibt zum Beispiel die bekannte lesbische Schriftstellerin Nataša Velikonja. Die Leute würden »domestiziert« und versteckten sich in Internetforen, anstatt sich den öffentlichen Raum anzueignen.

Auch gegen Akademikerinnen der Queer und Gender Studies existierten Vorurteile, sagt Hvala. Eine der von ihr Interviewten gab an, »conquistadoras«, heterosexuelle Frauen, die sich ein Scheibchen Widerständigkeit aneignen möchten, benutzten das Attribut »queer«, um ihre akademische Karriere zu fördern. In der Lesbisch-Feministischen Universität (LFU) auf dem Metelkova-Gelände geht es anders zu. Vesna, Teja, Tadeja und andere Frauen diskutieren einen Text von Alan Sears zu queerem Antikapitalismus. Die Bezeichnung »Universität« ist ironisch gemeint, es geht eher darum, der allgemeinen Perspektivlosigkeit Selbstorganisation und dem häufig nur auf Party ausgerichteten Queer-Aktivismus eine theoretische und auch andersartige kulturelle Auseinandersetzung entgegenzusetzen. Die jungen Leute seien apolitisch und konsumorientiert, beschweren sich die Frauen der LFU.

Ana Jereb, die bereits in verschiedenen Gruppen aktiv war und unter anderem das Festival Rdeče Zore mitorganisierte, sieht jedoch noch ein anderes Problem, das politischen Aktivismus erschwere. Die Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse führe dazu, dass alle nur noch mit der Jobsuche und dem eigenen Überleben beschäftigt seien und gar keine Zeit für autonome Organisation hätten. Sie sieht einen Zusammenhang zwischen Arbeiter- und Frauenrechten, versteht diesen aber anders als die alten Sozialisten so, dass beide Hand in Hand gehen müssten. Ohne bessere Arbeitsbedingungen seien der feministische Kampf und der von LGBTI aussichtslos. Den chauvinistischen Strukturen innerhalb der Arbeiterbewegung müsse ebenso begegnet werden. Obwohl vor allem Frauen von der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen betroffen sind, sind es in Slowenien, zumindest in der radikaleren LGBTI- und feministischen Szene, vor allem Lesben, die kulturelle und politische Veranstaltungen organisieren. Manchmal kommt dabei die Theorie auch in der Praxis an. Einige Teilnehmerinnen des Rdeče Zore-Festivals sagten Hvala, sie seien beeindruckt gewesen, dass Feminismus auch etwas sei, das im täglichen Leben Anwendung finden könne.

Jungle World, Nr. 38, 22. September 2011

7. jul. 2011

Interviews with feminist and LGBT media producers in Slovenia

GrassrootsFeminism is a website dedicated to the contemporary transnational grassroots feminist community. Among other things, it includes interviews with feminist and LGBT radio hosts, zine makers, blog writers, magazine editors etc. In 2010, I interviewed several grassroots media producers in Slovenia, all of which can be acquainted below:

Ida Hiršenfelder, editor of Sektor Ž radio show
Enči Brenči and Tadeja Pirih, co-producers of Lesbian-Feminist University blog
Stanislava Repar, editor of Gender-Apokalipsa review
Roman Kuhar, editor of Narobe magazine

Rosa Reitsamer and Elke Zobl are still conducting two anonymous online surveys; one to find out how and why people consume and/or produce women's/feminist independent media, the other to find out how and why people become involved, participate in and organize Ladyfests. Participation is welcome!

1. maj 2011

Essay 'Queer Trouble in Ljubljana'

On Friday, April 29th 2011, I presented my essay Queer Trouble in Ljubljana at the Import – Export – Transport: Queer Theory, Queer Critique and Activism in Motion conference in Vienna. Below, you can read the abstract and introduction. The complete version is going to be published in 2012 by Zaglossus.

The essay was originally written in Slovene and published in two versions; the short one can be downloaded as PDF from Tribuna magazine (February 2011), the full-length can be read in Feminizam - politika jednakosti za sve anthology (ProFemina, Belgrade, 2011).


Queer Trouble in Ljubljana
 
Abstract
“Ne tlači me v (o)queer”, a graffiti on the streets of Ljubljana claimed “do not push me in a box” and “do not label me as queer”. It summarized an array of contradictory interpretations of the term queer that have appeared in the local academia, LGBTI media and LGTBI community in the last fifteen years. I analyze them in order to see how imported ideas about queer identity, queer politics and queer theory have been received, questioned and transformed by local knowledge production and practices.


Introduction 
People who do not participate in feminist or lesbian and gay (LGBTI) initiatives in Ljubljana but contribute to other political struggles often ask me what the meaning of the word queer is. Since they know I am co-organizing Rdeče zore (Red Dawns), a self-proclaimed feminist and queer festival, they expect me to know. It is a difficult question, I begin, and there are several answers, only some of which are politically encouraging. Then I quote “Ne tlači me v (o)queer,” a paradoxical graffiti written by Vstaja Lezbosov (The Insurrection of Lesbos) activist group in 2009. By claiming both “do not push me in a box” and “do not label me as queer” the slogan summarized an array of contradictory interpretations of the word queer that have appeared in the local academia, LGBT media and LGBTI community in the last fifteen years – in that order of appearance. The graffiti also suggested that ideas about queer identity, queer theory and queer politics have been significantly changed by local knowledge production and practices; changed in ways that bare no resemblance to the discourse of anti-assimilationist activists in the United States in the early 1990s. Since the term was adopted from literature about activism in the U.S. and brought to a completely different sociopolitical context, the change was expected. Less expected was its consequent refusal in large parts of Ljubljana's lesbian and gay movement. Indeed whom or what does the word queer represent today if young lesbian activists do not want to be “pushed” in its frame? In other words, how did this decisively oppositional concept turn into its own negation, into yet another constraining “box”?

In the U. S., queer activism formed within the LGBTI movement in response to the compromising politics of “homo-cons”. In order to reach their aims – gradually reduced to the demand for recognition of their “we're-just-like-you” normality – privileged members of the movement flirted with patriotic, militarist, racist, sexist and even homophobic politicians. In Mattilda Bernstein Sycamore's words, activist groups such as Gay Shame “sought to expose both the lie of a homogenous gay/queer ‘community’, and the ways in which the myth of community is used as a screen behind which gay people with power oppress others and get away with it” (Sycamore 2004: 272). Twenty years later, conservative voices can be heard in Slovenia as well even though the political differentiation of the movement happened in another context.

The lesbian and gay movement in Ljubljana began to form in the mid 1980s together with other civil rights movements, many of which – including the peace movement and the feminist movement – were institutionalized after Slovenia declared independence in 1991. The gradual pacification of struggle demanded by their sponsors (the state, Western foundations) did not affect the LGBTI movement to the same extent. Activists from the 1980s say that their insistence on autonomy, diversity and specific visibility was challenged later, in the late 1990s, when neoliberal capitalism and political conservatism began to show their sharpest teeth. As sexism and homophobia increased, some lesbian and gay groups invigorated their Leftist attacks on institutions of power while others, especially those that embraced identity politics as their only viewpoint, continued to seek legal recognition by those same institutions.

The term queer was introduced when the political differentiation of the movement began to take shape. It was met by curiosity, political analysis and historic memory. On the one hand, queer activism seemed to offer merely a new name for practices that were already present in the movement of the 1980s. As such, the term was superfluous. On the other hand, the introduction of queer theory coincided with the “cultural turn” in academia when recognition became the most important theme of feminist and LGBTI studies – studies that had only recently entered university programs. As such, queer theory was viewed with suspicion: it seemed to be yet another colonizing discourse, one that fit too nicely with the voluntarist ideology of neoliberal capitalism. The fact that queer activism advocated a further fragmentation of the relatively small movement confirmed, rather than rebutted that suspicion.

Of course, discursive colonization of local knowledge is only possible if there is nobody to counter it. If there is, the meaning of an imported concept is going to change. If it turns out to be politically harmful or inefficient, the concept can be altogether refused and abandoned – or used by those who profit from its inefficiency. In the words of feminist political theorist Lidija Radojević: “In Slovenia, the meaning of ‘queer’ […] is going to be defined by the people who are thinking about it” (Hvala 2010a: 71). So far, the term has been most often discussed in relation to gender identity or/and sexual orientation and in relation to a distinct lifestyle and club culture. Less often, it referred to academic research methods, contemporary artistic practices and political organizing. The obvious question is whether or not queer as a concept can be accommodated within all those frames of reference and if so, at what cost. I am not going to attempt to answer it as the focus of my essay lies elsewhere: I am going to look at a variety of interpretations in the LGBTI movement in order to see how the concept was adjusted to suit our needs.

(...)